Ausbildung, die Zweite!

never stop learning

Ich möchte euch etwas über meine zweite Ausbildung berichten, da die Verwunderung von Menschen in meinem Umfeld über meinen „Azubi-Status“ groß war. Man muss dazu sagen, dass ich auch nicht mehr zu den Jüngsten zähle ( 34 Jahre zum jetzigen Zeitpunkt ) und eine 10-jährige Berufserfahrung schon hinter mir habe. Ich habe mich dazu entschlossen diesen Beitrag zu verfassen, weil Leute um mich herum oft wissen möchten, nicht nur warum ich eine zweite Ausbildung mache, sondern auch, wie ich das mit Familie und eigener Wohnung bewerkstelligen konnte.

Die Liebe zur Informatik

Ich hatte schon länger darüber nachgedacht, endlich beruflich das zu machen, was ich gerne und überwiegend in meiner Freizeit mache. Mir wurde von Bekannten und Verwandten
ständig gesagt: „Ich dachte immer, du wirst was mit Computern machen“ oder „Du kennst dich doch so gut mit Computern aus, warum arbeitest du nicht damit?“ Letzten Endes habe ich mich dazu entschlossen, mich intensiver mit den unterschiedlichen Bereichen der Informatik auseinander zu setzen. Ich habe einige Internetseiten aufgesucht, über die man sich über die einzelnen Fachbereiche informieren und danach auch einen Fragebogen ausfüllen konnte, um ungefähr zu sehen, in welchem Berufsfeld man besser aufgehoben wäre.

Ein Praktikum ist hilfreich

Bei mir fiel die Entscheidung auf die Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Also machte ich mich auf den Weg, mir einen Praktikumsplatz zu suchen, um zu sehen, ob meine Entscheidung richtig war. Mir wurde nach einer Woche Praktikum sehr schnell bewusst, dass ich diesen Beruf definitiv erlernen wollte. Leider hat mir der Betrieb nach langem Hin und Her keinen Ausbildungsvertrag anbieten können.

“Wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen”

Da ich den Fehler beging, mich voll und ganz nur auf diesen Betrieb zu verlassen, war ich gezwungen ein weiteres Jahr zu warten und mich dieses Mal überregional bei verschiedensten Unternehmen als Auszubildender ( im Bereich Fachinformatiker Anwendungsentwicklung ) zu bewerben. In der Zwischenzeit habe ich mich bei unterschiedlichen Behörden schlau gemacht, wie es mit der Finanzierung aussieht, da ich gemeinsam mit Frau und Kind ja irgendwie die nächsten 3 Jahre weiterleben musste. Eine Umschulung durfte ich leider nicht machen, da mein aktueller Beruf                   ( Fachkraft für Lebensmitteltechnik ) sehr gefragt ist. Also blieb mir nichts anders übrig, als die zweite Ausbildung zu wählen.

Niemals aufgeben!

Nach vielen geschriebenen Bewerbungen und unzähligen Absagen habe ich letzten Endes genau eine Einladung zum Bewerbungsgespräch erhalten. Meine Bewerbung und auch das Vorstellungsgespräch hat so sehr überzeugt, dass mir im Anschluss ein Ausbildungsplatz angeboten wurde. Natürlich nahm ich das Angebot an und bin auch immer noch sehr dankbar dafür, dass ich die Chance bekommen habe.

 

Happy End

Nun ist der Abschluss der Ausbildung nach drei langen, harten Jahren in Reichweite und ich bin sehr zuversichtlich, die Ausbildung erfolgreich beenden zu können. Ich bin froh diesen teils beschwerlichen Weg eingeschlagen zu haben. Es war oft nicht leicht, Arbeit, Schule, Familie und Finanzielles gleichzeitig zu meistern, aber es hat sich gelohnt. Ich gehe jeden Tag mit Freude zur Arbeit, egal wie schwer die Aufgaben auch sind. Auch über die Möglichkeit, bei meinem Ausbildungsbetrieb nach der Ausbildung weiter beschäftigt zu werden, freue ich mich sehr.

Mein Fazit

Ich kann jeden Einzelnen nur dazu ermuntern beruflich einen anderen Weg einzuschlagen, wenn er sich in seinem Beruf unwohl fühlt. Es ist ein langer, beschwerlicher Weg, aber es lohnt sich aus meiner persönlichen Sichtweise auf jeden Fall.

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